Wann muss ein neuer her?

Wie alle Investitionsgüter unterliegen auch Gabelstapler und Lagertechnikmaschinen dem Zahn der Zeit. Abhängig von der Härte des Einsatzes kommt für jeden Stapler der Tag, an dem er ersetzt werden muss. Worauf muss man achten, woran erkennt man, wann es soweit ist? Welches sind die markanten Zeichen für Verschleiß?

Arbeitsstunden

Das offensichtlichste Zeichen sind sicherlich die Betriebsstunden. Abhängig vom Staplermodell treten ab 10.000 Stunden immer häufiger teure Reparaturen auf. Das ist auch der Grund, warum viele Mietverträge eine Laufzeit von 60 bis 72 Monaten haben und einen Betriebsstundendurchschnitt von 1.750 bis 2.000 Stunden jährlich festlegen. Denn danach brauchen Motoren und Getriebe mehr Pflege und Wartung, die Kohlebürsten bei Elektromotoren müssen ausgewechselt und die Motoren öfter gereinigt werden.

Der äußere Eindruck

Ein Stapler, der tagein, tagaus in salzhaltiger Umgebung oder in der Nähe von Industrieöfen arbeitet, unterscheidet sich nach ein paar Jahren extrem von einer Maschinen, die gelegentlich halbvolle Paletten mit Konsumgütern transportiert. Rost, Brandmacken, Beulen und Unfallschäden sind oft Zeichen dafür, dass da noch andere Probleme in der Maschine schlummern: Sind alle Dichtungen noch in Ordnung? Und wie sieht es mit den tragenden Schweißnähten aus?

Abgenutzte Gabeln und Ketten

Die Ketten im Hubgerüst stehen im Gebrauch immer unter Spannung. Irgendwann kommt der Moment, wo die Abnutzung einen Punkt erreicht, der die Sicherheit gefährdet. Der Servicetechniker misst den Grad der Abnutzung und kann dann erkennen, ob die Kette ausgetauscht werden muss. Wird die Kette ausgetauscht, müssen auch die Räder und Laufrollen geprüft werden. Addieren Sie die Kosten dieser Maßnahmen mit noch zu erwartenden Mastreparaturen und Sie kommen möglicherweise zu dem Ergebnis, das es sinnvoller ist, den Stapler auszutauschen.

Auch die Gabeln unterliegen der Abnutzung. Sie sollten kompromisslos gerade und ohne Beschädigungen und Macken sein. Die Biegung an der Aufnahme darf nicht zu stark verschlissen sein – auch diese Komponenten müssen regelmäßig geprüft und gewartet werden.

Batterie

Eine normale Blei-Säure Antriebsbatterie hat einen Lebenszyklus von ungefähr 1.500 bis 2.000 Ladungen/Entladungen. Vorausgesetzt, sie wird regelmäßig gewartet. Dies beinhaltet auch keine Zwischenladungen, sondern ordnungsgemäße Ladezyklen, unbeschädigte Verbindungen der Zellen und einen stets korrekten Elektrolyt-Füllstand. Jeder Einsatz der Batterie verkürzt schon deren Lebenserwartung. Stoppen Sie sofort jede Arbeit, wenn die Ladestandanzeige bei 20 % Restkapazität steht, weil sonst substantielle Schäden entstehen können.

Schäden

Dann sind da noch die äußeren Schäden. Wenn es davon augenscheinlich viele gibt, kann man davon ausgehen, dass der Stapler hart arbeiten musste, und dass da noch mehr Schäden unter der Oberfläche schlummern. Verbogene Gabeln oder Dellen im Schutzdach bedeuten meist, dass Sie einiges investieren müssen, bevor Sie mit dem Stapler wieder sicher arbeiten können.


So erhalten Sie den Wert Ihres Staplers:

✔ Prüfen sie den Allgemeinzustand des Staplers auf Beulen, Unfall- und andere Schäden

✔ Schauen Sie sich die Gabeln genau an

✔ Sorgen Sie stets für einen Topzustand der Antriebsbatterie

✔ Sorgen Sie stets für korrekte Füllstande (Öl, Elektrolyte usw.)

✔ Suchen Sie nach Undichtigkeiten, Ölleckagen am Motor und im Hydrauliksystem

✔ Stellen Sie sicher, das alle Inspektionen zeitgerecht durchgeführt wurden

✔ Arbeiten Sie nie mit einem fehlerhaften Gabelstapler